Samstag, 16. Juli 2011

Segeln lernen tut weh

Hallo,

die erste Woche ist nun schon vorbei und diese war recht erlebnisreich.

Ich lasse mich ja zum Windsurf- und Segel-Instruktor ausbilden und wie es eben so sein soll, lerne ich zu erst Segeln.

Ich muss gestehen, ich hätte nie gedacht, dass Segeln so viel Spaß machen kann! Alles begann Montag damit, dass wir uns kurz vorgestellt haben und dann ging es auch schon in die Boote, „Laser 2000“ (Video hier)um genau zu sein. Das heißt ein kleines Boot mit 2 Segeln und 2 Insassen. Man kann es aber auch allein segeln aber das ist wohl dann noch schwieriger. Ich als kompletter Beginner war dann auch schon recht gut dabei. Es sind auf jeden Fall viele viele Worte zu lernen und Dinge zu beachten. Wir lernten wie man in den Wind dreht und wie davon weg. Sind dann erst mal etwas zwischen bei Bojen hin und her und dann war Mittag. Interessant zu wissen ist, dass es hier in Vassiliki einen sehr gut vorauszusagenden Wind gibt. Früh morgens ist kein Wind, dann weht leichter Wind in die Bucht und langsam aber sicher wird dieser stärker bis er Cross-shore weht und dann ganz schön Geschwindigkeit aufnimmt, so stark das man eigentlich wissen sollte was man macht! Am Montag Nachmittag wurden wir noch verschont, aber dann Dienstag hieß es nach Übungen im leichten Wind raus in den Starkwind.

Man muss dabei verstehen, dass Segeln lernen wie Auto fahren lernen ist. So viele Dinge sind neu und alle muss man gleichzeitig machen. Unterschied ist, dass wenn man einen Fehler macht kein Fahrlehrer eingreifen kann (der sitzt im Motorboot) und man unweigerlich im Wasser landet oder den Quermast gegen den Kopf bekommt. Tja und wie es sich gehört hab ich beides geschafft und das sogar in Kombination. Das Ruder falsch gehalten, blöde in den Wind gedreht und ohne ihn zu sehen ist der Quermast von ganz weit rechts nach ganz weit links geschwungen. Problem für mich war einfach nur das mein Kopf auf dem Wege dazwischen war. Es hat so laut bumm gemacht, dass unser Instruktor sofort ohne es zu sehen wusste was los war und ich gefühlte 5 Meter ins Wasser geschleudert wurde. Aber alles ist heil. Man fragt sich sicher warum wir keine Helme tragen...einfache Erklärung: Man lernt sonst nie sich zu ducken!!! Glaubt mir darin bin ich jetzt schon spitze! Ab und zu gibt es noch ein paar Einschläge am Kopf aber das gehört halt dazu. Mein Kopf wird Tag für Tag größer durch die Schwellungen.

Von Mittwoch bis Freitag saßen wir dann in „Laser 1“, d.h. wir hatten jeder ein Boot für uns! Laser 1 sind Rennboote die sogar bei Olympia gesegelt werden. Das macht richtig Spaß. So sieht das etwa aus. Das Video ist in wenig Wind. Wenn es hier richtig weht kann ich den Laser 1 mit meinem geringen Körpergewichts kaum halten, was natürlich zu viel Wasserkontakt führt! Und zu viel Anstrengungen wieder in das Boot zu kommen.

Donnerstag und Freitag sind auch immer Regatta Tage. Donnerstag noch Training und Freitag geht es dann richtig los! Gewonnen hab ich nichts auch wenn ich mich morgens nicht so schlecht geschlagen habe. Am Nachmittag war das Boot für die meisten auch für erfahrene Segler kaum zu halten und da hab ich das Rennen nicht mal beendet.

Alles in allem gibt es momentan keine Stelle am Körper die mir nicht weh tut. Sei es entweder durch Kollision mit Mast, Boot, Wasser oder durch das ständige in das Boot klettern....oder einfach nur Muskelkater durch das Segeln selbst. Segeln ist cool aber auch total anstrengend! Hätte ich nicht gedacht!

Heute, Samstag, ist Ruhetag für uns und ich wollte Windsurfen gehen, aber hab mich dann doch für die Regenerationsvariante entschieden! 12 Wochen sind lang!

1 Kommentar:

  1. hey thomas,segeln kann ganz schoen violent sein,was.wir waren letztens auch schoen aufm wannsee segeln und meine aufgabe war es staendig die segel zu drehen...mega physical aber toll.gehoert echt viel dazu so ein boot zu steuern.
    sag ma,flying fish brauchen nichtzufaellig noch ne motivierte mitarbeiterin?spuele auch teller ab ;)
    liebe gruesse und immer schoen abdecken!!
    trish

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